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Antonia Michalsky

Yayoi Kusama mit 97 Jahren gestorben: Die Kunstikone der Polka Dots hinterlässt ein Millionen-Erbe

Yayoi Kusama mit 97 Jahren gestorben: Die Kunstikone der Polka Dots hinterlässt ein Millionen-Erbe Design & Einrichtung

Yayoi Kusama mit 97 Jahren gestorben: Die Kunstikone der Polka Dots hinterlässt ein Millionen-Erbe

Die japanische Starkünstlerin Yayoi Kusama ist im Alter von 97 Jahren gestorben. Wie aus einer offiziellen Mitteilung auf ihrer Website hervorgeht, verstarb Kusama am 14. August in einem Krankenhaus in Tokio.

Kusama erlangte mit ihren charakteristischen Polka Dots, leuchtenden Kürbisskulpturen und immersiven Spiegelräumen weltweite Berühmtheit.

Yayoi Kusama wearing red outfit with polka dots sunglasses standing in front of red and white polka dotted pieceswall
Yayoi Kusama im roten Outfit mit gepunkteter Sonnenbrille vor einer rot-weiß gepunkteten Wand.

Von Halluzinationen zur künstlerischen Signatur

Geboren 1929 in Matsumoto, arbeitete Kusama während des Zweiten Weltkriegs als Kind in einer Militärfabrik und nähte Fallschirme für die kaiserliche Armee. In einem schwierigen familiären Umfeld begann sie früh, unter visuellen Halluzinationen zu leiden, bei denen sich Punkte über ihr gesamtes Blickfeld ausbreiteten.

Nach einem Studium der traditionellen Nihonga-Malerei in Kyoto zog Kusama 1958 im Alter von 27 Jahren in die USA. Dort schuf sie ihre monumentalen „Infinity Net“-Gemälde, für die sie teils bis zu 60 Stunden am Stück an der Leinwand arbeitete.

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Yayoi Kusama im Umfeld ihrer künstlerischen Arbeiten.

Spiegelräume und New Yorker Avantgarde

Im Jahr 1965 erweiterte Kusama ihre Kunst um die dritte Dimension und präsentierte ihren ersten „Infinity Mirror Room“. Diese Installationen aus Spiegeln, Lichtern und Formen vermittelten das Gefühl unendlicher Weite und beeinflussten moderne Ausstellungs- und Raumkonzepte nachhaltig.

Gegenkultur und politische Happenings

In den 1960er-Jahren stellte Kusama an der Seite von Andy Warhol, Donald Judd und Claes Oldenburg aus. Sie organisierte provokante Performances, bemalte nackte Körper mit Punkten und wandte sich mit offenen Briefen gegen den Vietnamkrieg.

yayoi kusama, narcissus garden
Installation des Werks „Narcissus Garden“ von Yayoi Kusama.

Rückzug nach Tokio und weltweiter Rekorderfolg

1973 kehrte Kusama nach Japan zurück und begab sich 1977 freiwillig in die psychiatrische Einrichtung Seiwa in Tokio, in der sie bis zu ihrem Lebensende wohnte. Direkt gegenüber richtete sie ihr Atelier ein, um täglich weiterzuarbeiten.

yellow illuminated polka dotted pumpkins
Gelb beleuchtete, gepunktete Kürbisse aus Kusamas Werkserie.

In den 2000er-Jahren explodierte die weltweite Nachfrage nach ihren Werken: Allein im Jahr 2023 erzielten ihre Arbeiten bei Auktionen rund 190,5 Millionen US-Dollar. Neben Rekordbesuchen in Museen wie der Tate Modern in London sorgten große Kooperationen mit Luxusmarken wie Louis Vuitton für weltweite Präsenz bis ins hohe Alter.

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Yayoi Kusama, deren Rauminstallationen ein weltweites Millionenpublikum erreichten.

Laut der Erklärung auf ihrer Website arbeitete Kusama bis zu ihren letzten Tagen ununterbrochen in ihrem Atelier an neuen Gemälden.