Hitze, Halt und Haarschutz: Drei Glätteisen von 50 bis 450 Euro im Praxistest
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Hitze, Halt und Haarschutz: Drei Glätteisen von 50 bis 450 Euro im Praxistest
Haarglätter gehören zu den am stärksten beanspruchten Werkzeugen im Badezimmer, bergen bei falscher Anwendung jedoch erhebliche Risiken für die Haarstruktur. Die Preisspanne im Handel reicht vom zweistelligen Einstiegssegment bis zu hochpreisigen Profigeräten.
Ein mehrwöchiger Praxistest von drei Modellen der Marken ghd, Remington und Rowenta zeigt, wie Sensorik, Hitzeverteilung und Handhabung das Styling bei unterschiedlichen Haartypen beeinflussen.
High-End mit adaptiver Sensorik: ghd Sculpt
Mit einem Listenpreis von 449 Euro positioniert sich das ghd Sculpt im obersten Preissegment. Das Gerät wiegt 422 Gramm, verfügt über ein 2,7 Meter langes Kabel und heizt innerhalb von 20 Sekunden auf.
Im Zentrum steht eine Sensorik, die Plattenbewegungen, Zuggeschwindigkeit und Strähnendicke in Echtzeit analysiert. Das System begrenzt die Betriebstemperatur strikt auf 185 Grad Celsius, um irreversible Hitzeschäden an der Schuppenschicht zu verhindern.
Im Praxistest an feinem Naturhaar mit Echthaar-Extensions genügten ein bis zwei Züge pro Strähne für ein glattes Finish. Auch Wellen ließen sich ohne verbrannte Spitzen formen, während die natürliche Sprungkraft nach der nächsten Haarwäsche erhalten blieb.
Mittelklasse mit manuellem Regelbereich: Remington Pro Luxe
Das Remington Pro Luxe schlägt mit 120,99 Euro zu Buche und bringt 360 Gramm auf die Waage. Es arbeitet mit einer Keramikbeschichtung, einem drei Meter langen Kabel und erreicht die Betriebsbereitschaft nach zehn Sekunden.
Im Gegensatz zu sensorbasierten Automatikgeräten bietet dieses Modell neun manuelle Temperaturstufen zwischen 150 und 230 Grad Celsius. Eine Abschaltautomatik deaktiviert das System nach 60 Minuten ohne Nutzung.
Bei dichtem, naturkrausem Haar zeigte der Test, dass die herstellerseitig empfohlenen 185 Grad oft nicht ausreichen. Erst bei Einstellungen zwischen 200 und 210 Grad ließ sich widerspenstiges Haar dauerhaft bändigen, was pro Strähne zwei bis drei Durchgänge erforderte.
Einstiegssegment unter 50 Euro: Rowenta Thermoglide
Das Rowenta Thermoglide wird für 49,99 Euro vertrieben und ist mit 312 Gramm das leichteste Gerät im Testfeld. Die Ausstattung umfasst beweglich gelagerte Platten mit Titanbeschichtung, einen Ionen-Generator sowie ein 1,80 Meter langes Drehkabel.
Über fünf feste Heizstufen lässt sich das Gerät bis zu einer Maximaltemperatur von 230 Grad justieren. Eine mechanische Verriegelung arretiert die Platten für den Transport im geschlossenen Zustand.
Im Praxiseinsatz bei 185 Grad blieb das äußere Gehäuse ausreichend kühl, was das Eindrehen von Wellen erleichterte. Ein nachhaltiges Glättergebnis bei feinem Haar verlangte jedoch das Abteilen sehr dünner Strähnen.
