Flair 58 Plus 2 im Praxistest: Was taugt die Hebelmaschine mit 3 Temperaturstufen?
Design & Einrichtung
Die Flair 58 Plus 2 setzt auf manuelle Hebeltechnik mit integrierter elektrischer Vorheizung.
Eine manuelle Espressomaschine aus schwarzem Metall und dunklem Holz auf einer Küchenarbeitsplatte.
Manuelle Espressomaschinen heben sich optisch wie technisch deutlich von herkömmlichen Siebträgern ab. Statt einer elektrischen Pumpe bestimmt der eigene Körpereinsatz am Hebelarm den Brühdruck. Das Design der Flair 58 Plus 2 erinnert an klassische Industrie-Ästhetik des 20. Jahrhunderts und setzt auf ein rein mechanisches Kaffeeerlebnis.
Die Testerin Olivia Wolfe bringt langjährige Erfahrung aus Cafés und Kaffeeröstereien mit. Nach zahlreichen Tests moderner Espressogeräte stand bei der Flair 58 Plus 2 die Frage im Raum: Rechtfertigt die Kombination aus manueller Bedienung und elektronischer Vorheizung den täglichen Arbeitsaufwand?
Design und Aufbau der Hebelmaschine
Das Design kombiniert mattschwarze Oberflächen mit Griffen aus dunklem Holz. Vor dem ersten Bezug ist etwas Montagearbeit nötig: Der Hebelmechanismus wird mit der soliden Basis verschraubt, gefolgt von der Verkabelung der elektronischen Komponenten.
Die Flair 58 Plus 2 Hebelmaschine in der Frontansicht.
Im Gegensatz zu rein mechanischen Modellen wie der Flair 58x oder der ROK Presso Smartshot besitzt die 58 Plus 2 ein integriertes elektrisches Vorheizsystem. Der Brühkopf lässt sich über die Steuerung auf drei Temperaturstufen einstellen, abgestimmt auf helle, mittlere oder dunkle Kaffeeröstungen.
Schwarze Hebel-Espressomaschine auf einer Küchenarbeitsplatte vor weißen Fliesen.
Geöffnete Verpackung mit der Espressomaschine und dem mitgelieferten Zubehör.
Aufgebaute manuelle Espressomaschine in der Küchenumgebung.
Strukturierte Einteilung des Lieferumfangs im Karton.
Die Maschine muss frontal auf der Arbeitsfläche stehen, damit genügend Hebelkraft nach unten ausgeübt werden kann. Das Zusammenbauen hilft direkt dabei, das Zusammenspiel der mechanischen Bauteile und der Dichtungen zu verstehen.
Der Brühvorgang im Alltagstest
Um das volle Potenzial der Maschine auszuschöpfen, reicht das Grundgerät allein nicht aus. Die Vorbereitung erfordert präzises Arbeiten und zusätzliches Equipment.
Weiße Kaffeetasse unter dem Brühkopf der manuellen Kaffeemaschine.
Siebträger mit Kaffeemehl neben der Espressomaschine.
Zubereitung eines Hebel-Espressos mit weißer Tasse auf der Standfläche.
Detailansicht des Brühkopfs mit untergestellter Tasse.
Notwendiges Zubehör für die Extraktion
Eine hochwertige Kaffeemühle mit feiner Mahlgradabstufung und eine Kaffeewaage sind unverzichtbar. Das Abwiegen des Mahlguts sorgt für reproduzierbare Ergebnisse und eine gleichmäßige Durchlaufzeit.

Beim Einsetzen des Siebträgers in den Brühkopf empfiehlt es sich, den Hebel leicht anzuheben, um die Verriegelung zu erleichtern. Anschließend wird kochendes Wasser in die Brühkammer gefüllt. Beim langsamen Hochziehen des Hebels füllt sich der Zylinder mit Wasser, bevor der Bezug durch gleichmäßigen Druck nach unten startet.
Ergebnis in der Tasse
Die Extraktion belohnt mit einer dichten, stabilen Crema und vollem Aroma. Da der Wasserfluss und der Druck manuell gesteuert werden, lassen sich Präinfusion und Druckprofil direkt beeinflussen.
Im Vergleich zu automatischen Systemen wird der Brühvorgang transparent: Der Druckanstieg lässt sich am Manometer und am Hebelwiderstand spüren, während das Wasser durch das Kaffeebett gepresst wird.
Für Nutzer, die morgens per Knopfdruck schnell Kaffee beziehen möchten, sind Halbautomaten wie die Sage Bambino Plus oder Breville Barista Sense besser geeignet. Die Flair 58 Plus 2 richtet sich an Kaffeeliebhaber, die Freude an manueller Kontrolle und handwerklicher Zubereitung haben.
Weitere Komponenten des Flair-Ökosystems
Ergänzend zur Maschine führt der Hersteller weiteres Zubehör für die manuelle Kaffeezubereitung im Sortiment.
Wer Milchgetränke wie Cappuccino oder Flat White zubereiten möchte, benötigt eine externe Lösung wie den herdgebundenen Flair Wizard Steamer oder einen separaten Milchaufschäumer, da Hebelmaschinen konstruktionsbedingt keine Dampflanze besitzen.










