Frisuren-Trends 2026: Stylisten zeigen 12 Schnitte, Farben und Styles
Mode & Stil
Olivia Rodrigo zeigt den klassischen Seitenscheitel bei der Academy Museum Gala.
Die Frisuren des Jahres 2026 verabschieden sich von starren Stylings. Gefragt sind stattdessen gepflegte Looks mit natürlicher Bewegung, gesunder Glanz und individuelle Schnitte.
Promi-Stylist George Northwood fasst die Entwicklung prägnant zusammen: Gefragt sei Haar, das geschmeidig und glänzend wirkt, ohne übermäßig frisiert oder unbeweglich zu sein. Branchenkollegin Irinel De León betont ebenfalls, dass Details und die eigene Haartextur im Mittelpunkt stehen.
Der tiefe Seitenscheitel kehrt zurück
Olivia Rodrigo mit klassischem Seitenscheitel bei der 5. Annual Academy Museum Gala.
Als Hommage an die Ästhetik der frühen 200er-Jahre erlebt der Seitenscheitel ein klares Comeback. Laut Stylistin Irinel De León verändert dieser Schnitt sofort die Proportionen des Gesichts.
Für eine saubere Kontur empfiehlt sich ein Stielkamm, angesetzt am höchsten Punkt des Brauenbogens. Anschließend glättet ein Föhn mit speziellem Aufsatz fliegende Haare, ohne das Gesamtbild plattzudrücken.
Fokus auf natürliche Textur
Olivia Dean mit natürlicher Haarstruktur bei den BRIT Awards.
Einheitliche Lockenwellen weichen 2026 dem natürlichen Schwung des Haares. Ziel ist es, die vorhandene Bewegung präzise hervorzuheben.
Leichte Lockencremes werden dafür ins feuchte Haar eingearbeitet. Ein Diffusor sorgt anschließend für Definition beim Trocknen, wobei die Locken während des Vorgangs möglichst wenig mit den Händen berührt werden sollten.
Locker geflochtene Kronenzöpfe
Zendaya mit geflochtenem Kronenzopf bei einer Filmpremiere in London.
Kronenzöpfe erhalten ein modernes Update durch ein bewusst lockeres, luftiges Finish. Zwei gleichmäßige Partien werden sanft geflochten, aufgezupft und um den Kopf gelegt.
Herausfallende Strähnen um die Gesichtspartie brechen die Strenge. Feine Nadeln fixieren die Frisur unsichtbar.
Der Clavi-Cut
Emma Stone mit schulterlangem Clavi-Cut.
Stylist Joseph Maine sieht im Clavi-Cut – einer Haarlänge exakt bis zum Schlüsselbein – die perfekte Balance zwischen Bob und langem Haar. Der Schnitt fällt fließend über Jackenkragen und Revers.
Für den Look wird das Haar glatt geföhnt und mit dem Glätteisen an den Enden abwechselnd leicht nach innen und außen gebogen. So entsteht ein organisch fallendes Finish.
Modernes Crimping
Zoe Saldaña mit sanft gewellter Crimp-Struktur.
Der Kreppeisen-Effekt der Neunzigerjahre zeigt sich 2026 deutlich weicher. Statt winziger, zickzackförmiger Wellen stehen größere, gelebte Wellenstrukturen im Fokus.
Cesar Ramirez rät, feuchtes Haar in mehrere dicke Zöpfe zu flechten und erst nach dem vollständigen Trocknen sanft mit den Fingern aufzulockern. Ein nährendes Haaröl sorgt am Ende für Glanz.
Schräge Stirnfransen
Stylist Luke Hersheson verweist auf Amber Vallettas Look der Gucci-Show von 1995: Seitlich fallende Fransen, die sanft über die Augenbraue gleiten, sind wieder präsent.

Jean Shrimpton im Jahr 1967.
Hairstylist Frankie Inverarity orientiert sich dabei an Ikonen der Sechzigerjahre wie Françoise Hardy. Die Fransen können unkompliziert hinters Ohr gesteckt oder mit leichter Stylingcreme fixiert werden.
Der gestufte Bob
Anja Rubik mit markantem Kurzhaarschnitt.
Anja Rubik in frontaler Nahaufnahme.
Der klassische French Bob weicht einer kantigeren Silhouette. Der sogenannte Graduated Bob hält die Länge vorne auf Kinnhöhe und nimmt im Nacken gezielt Gewicht heraus.
Nastassja Kinski im Spielfilm Paris, Texas (1984).
Mit dem Rasiermesser geschnittene Spitzen verleihen der Kontur einen Hauch von Grunge, ohne die Eleganz zu verlieren.
Skulpturaler Haarschmuck
Strukturierte Frisur mit dekorativen Metallelementen.
Haar-Accessoires rücken als Schmuckstücke in den Vordergrund. Laut Charlotte Mensah dominieren massive Goldschalen, markante Spangen, Schleifen und grafische Klammern.
Espresso und Kaffeenuancen
Colorist John Clark sieht neutrale Brauntöne wie Mokka und Espresso an der Spitze der Farbtrends. Die Nuancen zeichnen sich dadurch aus, dass sie weder extrem kühl noch übermäßig warm wirken.
Ariana Grandes Farbwechsel unterstreicht diesen Trend: Feine Strähnen in Karamell und Schokolade verleihen dunklen Tönen spürbare Tiefe und starken Glanz.
Getrennte Pony-Partien
Statt fließender Übergänge wird der Pony 2026 isoliert getragen. Die Stirnfransen enden knapp über den Augenbrauen, während die Seitenpartien komplett separat bleiben.
Dadurch lässt sich das Resthaar problemlos nach hinten binden, während der Pony das Gesicht sanft umrahmt.
Frische Hochsteckfrisuren und Beatnik-Cuts
Die moderne Banane
Klassische Bananen und Chignons verlieren ihr angestaubtes Image. Stylist Sam McKnight setzt auf skulpturale Formen mit sauberem Vorderteil und gebundenen Schlaufen im Nacken.
Der Beatnik-Stil der 60er
David Mallett bringt herausgewachsene Pixies und rockige Kurzhaarschnitte ins Spiel, inspiriert von Mick Jagger und Jim Morrison. Die Haare werden an der Luft getrocknet und locker mit den Fingern durchgearbeitet.
Strenger Glanz und weiches Weizenblond
Streng nach hinten gebundene Frisuren setzen auf reflektierende Gel-Finishes. Für Blondtöne etabliert sich ein weiches Weizengold: extrem fein gewebte Strähnen ohne sichtbare Ansätze, fernab von plakativem Platin oder rötlichen Kupferreflexen.
Den Abschluss bildet der Midi-Blowout: Ansatzvolumen mit geschmeidiger Längenstruktur, erzielt mit einer großen Rundbürste aus Holz und Naturborsten.










