Von PMS 1837 bis Y2K: Warum Aquamarin und Türkis die Laufstege für 2026 erobern
Mode & Stil
Aquamarin und Türkis dominieren die aktuellen Kollektionen für die kommende Saison.
Zum Ausklang der warmen Sommermonate drängen frische Farbnuancen auf die Laufstege und in die Streetstyle-Looks. Angeführt wird diese modische Bewegung von Aquamarin und Türkis – Tönen, die zwischen kühlem Blau und lebendigem Grün changieren.
Die Farben verbinden sommerliche Leichtigkeit mit einer Prise Nostalgie und gewinnen sowohl auf den internationalen Schauen als auch im Alltag rasant an Bedeutung.
Die historische Dimension: Vom Schmuckkatalog zum Pantone-Standard
Hinter der Faszination für diesen Mint- und Cyanbereich steht eine lange Historie. Bereits 1845 nutzte der New Yorker Juwelier Tiffany & Co. die markante Farbnuance für seinen Katalog, bevor der Ton 1998 zum offiziellen Markenzeichen erklärt wurde.
Im Jahr 2001 sicherte das Farbinstitut Pantone den Farbton als geschützte Sonderfarbe unter der Bezeichnung PMS 1837 – eine direkte Hommage an das Gründungsjahr des Hauses. Diese ikonischen Nuancen dienen Designern heute wieder als direkte Vorlage für ihre Kollektionen.
Parallel dazu treibt das anhaltende Revival der Y2K-Ästhetik den Trend an. In den frühen 2000er-Jahren standen Eisblau und Türkis für die Aufbruchstimmung beim Übergang ins digitale Zeitalter. Ähnlich wie damals reflektiert die Mode auch heute im Zuge des Wandels durch künstliche Intelligenz ein Bedürfnis nach visuellem Optimismus.

Vielseitige Styling-Varianten für 2026
Auf der Bühne und abseits des Scheinwerferlichts setzen Prominente wie Madonna, Zara Larsson und Tyla auf die kühlen Meeresfarben. Die aktuellen Entwürfe für Frühjahr/Sommer 2026 und Herbst/Winter 2026/27 zeigen, wie wandelbar der Ton funktioniert.
Monochrom oder im Kontrast
- Monochromer Allover-Look: Aquamarin von Kopf bis Fuß sorgt für einen klaren, kompromisslosen Auftritt.
- Neutrale Partner: In Kombination mit Schwarz, Weiß oder warmem Beige wirkt die Farbe zurückhaltend und alltagstauglich.
- Mutige Kontraste: Reizvolle Brüche entstehen im Zusammenspiel mit kräftigem Knallrot oder tiefem Kobaltblau.
Fließende Plissees, Pailletten und transparente Stoffe betonen den maritimen Charakter der Nuancen. Wer sich schrittweise an die Farbe herantasten möchte, greift zu gezielten Akzenten wie Handtaschen, Mules oder türkisem Nagellack.
Für kältere Tage kündigt sich die Trendfarbe bereits auf schweren Materialien an: Taillierte Wildledermäntel und robuste Barn Jackets in Aquamarin bringen Farbe in die Übergangsgarderobe.
