Sommerkleider im Herbst tragen: 6 Runway-Tricks für die Übergangszeit
Mode & Stil
Auf den Runways treffen leichte Sommerstoffe auf wärmenden Grobstrick und derbe Stiefel.
Sinkende Temperaturen bedeuten nicht, dass Sommerkleider, Miniröcke und Sandalen sofort im Schrank verschwinden müssen. Die aktuellen Kollektionen der internationalen Modewochen zeigen, wie sich leichte Sommerteile nahtlos in die kältere Jahreszeit integrieren lassen.
Der Schlüssel liegt im gezielten Stilbruch zwischen sommerlichen Schnitten und wärmenden Materialien. Designer nutzen Übergangsphasen, um gegensätzliche Texturen direkt miteinander zu kombinieren.
Layering: Sommerkleider herbsttauglich stylen
Kurze Sommerkleider lassen sich unkompliziert über klassischen weißen Hemdblusen tragen, wie es Giambattista Valli auf dem Laufsteg vormachte. Ergänzt durch Blazer, Trenchcoats oder derbe Lederjacken entsteht ein wetterfester Lagenlook.
Boss zeigte eine weitere Variante des Schichten-Prinzips: Zarte Satinkleider wurden kurzerhand als elegante Tops über weit geschnittenen Anzughosen gestylt.
Stiefel statt Sandalen
Das Label Altuzarra ersetzte filigranes Sommer-Schuhwerk durch Overknee-Stiefel zu leichten Kleidern. Die Kombination schützt vor kühler Zugluft, ohne den leichten Charakter des Sommeroutfits vollständig zu nehmen.
Zusätzlich setzte die Show auf den Kontrast zwischen schweren Materialien wie Wildleder und luftigen Silhouetten, etwa in Kombination mit weiten Ballonhosen.

Stilbrüche mit Strick, Leder und kurzen Hosen
Klassische Shorts – von Micro-Varianten bis hin zu lockeren Bermudas – wurden bei Balenciaga mit schweren Jacken und langen Mänteln kombiniert. Celine zeigte das funktionale Gegenstück und ließ Models in langen Trenchcoats mit offenen Sommersandalen über den Laufsteg gehen.
Lederhosen, die für den Hochsommer oft zu warm sind, dienen bei Zimmermann als herbstliche Basis für ärmellose Sommertops und Seidenblusen.
Wärmeregulierende Stoffe für den Übergang
Bei Bottega Veneta und Balmain ersetzten schwere Strickpullover die klassischen T-Shirts zu markanten Röcken und Cargo-Hosen. Der Mix aus dicker Wolle und leichten Unterteilen balanciert wechselhafte Spätsommertemperaturen zuverlässig aus.
Für die Übergangszeit eignen sich vor allem Naturfasern und Texturen mit temperaturregulierenden Eigenschaften:
- Kaschmir und Grobstrick: Wärmen bei Wind, ohne unter Jacken zu stauen.
- Wildleder und Glattleder: Schützen vor kühler Luft und brechen fließende Stoffe visuell.
- Seidentücher und Filzhüte: Schließen offene Ausschnitte bei wechselhaftem Wetter ab.
Ungefütterte Stiefel und leichte Wollmäntel verlängern die Einsatzzeit sommerlicher Textilien bis tief in den Herbst hinein.
