Rudolph Valentino: Der tragische Tod des ersten Weltstars von Hollywood
Unterhaltung
Rudolph Valentino, der gefeierte Star des Stummfilms.
Ein Aufstieg zum Weltruhm
Rudolph Valentino war einer der ersten echten Megastars Hollywoods. Geboren 1895 als Rodolfo Guglielmi im italienischen Castellaneta, kam er 1913 in die Vereinigten Staaten. Bevor er die Kinoleinwand eroberte, hielt er sich mit Gelegenheitsjobs und als Varieté-Tänzer über Wasser.
Ab 1917 begann seine Filmkarriere. Er wurde schnell auf die Rolle des lateinamerikanischen Liebhabers festgelegt. Filme wie Alimony (1917), Die vier apokalyptischen Reiter (1921) und Blut und Sand (1922) machten ihn weltberühmt.
Rudolph Valentino, der gefeierte Star des Stummfilms.
Das weibliche Publikum verfiel ihm in Massen, was ihm den Beinamen „Great Lover“ einbrachte. Er gilt als das erste echte Sexsymbol der Stummfilmära.
Ein plötzlicher Zusammenbruch
Auf dem Höhepunkt seiner Karriere veröffentlichte er 1926 Der Sohn des Scheichs. Nur einen Monat später, am 15. August 1926, brach Valentino in seinem Apartment im Hotel Ambassador in New York City zusammen. Die Diagnose lautete auf ein geplatztes Geschwür.
Er wurde in das Polyclinic Hospital eingeliefert, wo er notoperiert wurde. Dabei wurde nicht nur das Geschwür behandelt, sondern auch sein Blinddarm entfernt.
Die letzten Tage und das Ende
Die Ärzte zeigten sich zunächst vorsichtig optimistisch, doch die kommenden Tage sollten entscheidend sein. Vor dem Krankenhaus versammelten sich Fans, um auf Neuigkeiten zu hoffen. Währenddessen stürzten sich die frühen Boulevardmedien auf das Privatleben des Stars, etwa auf die Gerüchte um seine erste Frau Jean Acker und die Schauspielerin Pola Negri.

Am 21. August verschlechterte sich sein Zustand dramatisch, als eine Pleuritis in einer seiner Lungen auftrat. Trotz seiner positiven Einstellung verstarb Valentino am 23. August 1926 im Alter von nur 31 Jahren.
Ein beispielloser Abschied
Nach seinem Tod kam es zu chaotischen Szenen. Sein Körper wurde heimlich durch den Hintereingang des Bestattungsinstituts Frank E. Campbell geschafft, um den Ansturm der Fans zu umgehen. Als die Menge den Aufenthaltsort entdeckte, musste die Polizei eingreifen.
Die offizielle Trauerfeier fand am 30. August in der Saint Malachy’s Roman Catholic Church statt. Über 100.000 Menschen säumten die Straßen von New York, was zu massiven Polizeieinsätzen führte, um die Ordnung aufrechtzuerhalten.
Anschließend wurde sein Leichnam per Zug nach Hollywood überführt. Nach einer weiteren Trauerfeier am 14. September wurde er im Hollywood Memorial Park beigesetzt.

