Nach 3 Jahren als Ghost Kitchen: Gwyneth Paltrow eröffnet erstes Goop-Restaurant am 31. August
Design & Einrichtung
Gwyneth Paltrows Marke Goop expandiert mit dem ersten Restaurantstandort an der kalifornischen Küste in die physische Gastronomie.
Seit dem Start im Jahr 2021 funktionierte Goop Kitchen ausschließlich als Lieferbetrieb ohne Gastraum. Am 31. August eröffnet die Lifestyle-Marke von Gwyneth Paltrow an der Küste von San Diego in Del Mar ihr erstes vollwertiges Restaurant mit Sitzplätzen.
Ein weiterer Standort in Manhattan soll noch im selben Jahr folgen. Für das architektonische Konzept zeichnet das Büro von Michael Hsu verantwortlich.
Abschied von typischen Wellness-Klischees
Bei der Gestaltung vermieden die Planer bewusst zwei gängige Stereotype der Wellness-Branche: sterile weiße Räume und übertrieben rustikales Altholz. Stattdessen setzt das Interieur auf langlebige Materialien wie echten Zinn, der mit der Zeit Patina ansetzt, und geschliffenen Thassos-Marmor mit Einfassungen aus Nero Marquina.
Hinter dem Kassenbereich dominiert eine massive Platte aus geädertem Breccia-Capraia-Marmor mit eingraviertem Markenlogo. Die Wandflächen bestehen aus feinkörnigem Kalkputz, kombiniert mit glänzend lackierten Zierleisten.
„Wir schaffen hier keinen typischen Wellness-Raum, und genau das ist der Punkt“, betont Paltrow. Als visuelle Referenzen dienten ihr das Paris der Haussmann-Ära und historische New Yorker Brasserien.

Fokus auf Haptik und Detailarbeit
Laut Architekt Michael Hsu brachte sich die Gründerin intensiv in die Materialauswahl ein. Anstelle digitaler Freigaben prüfte Paltrow Stoffmuster und Oberflächen direkt vor Ort unter realen Lichtverhältnissen.
Für die Sitzbänke im Gastraum entstand ein eigens gewebter Bezugsstoff mit dunkelgrünen Streifen. Sämtliche Tische und Sitzstrukturen sind aus massivem, geöltem Walnussholz gefertigt.
Durchdachte Wegeführung gegen Wartefrust
Da viele Gäste über die App bestellen, wurde der Übergabebereich wie ein hochwertiges Möbelstück mit Steinplatte gestaltet. Die Ausgabe erfolgt persönlich durch Mitarbeiter statt über anonyme Regale.
Um Hektik zu vermeiden, trennt das Raumkonzept die Abläufe strikt: Lieferkuriere nutzen einen separaten Eingang mit eigener Lobby, während reguläre Restaurantgäste über einen bepflanzten Innenhof ankommen. Eine mittig im Raum platzierte Sitzinsel aus abgerundetem Walnussholz soll Gästen Schutz vor der Betriebsamkeit bieten.
