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Antonia Michalsky

Geschirr für jeden Tag: 3 Design-Marken und Manufakturen seit 1884 im Test

Verschiedenes Geschirr auf gedeckten Tischen Design & Einrichtung

Modernes Geschirr verbindet auffälliges Design mit hoher Alltagstauglichkeit.

gif of dinnerware on different tables, including white dinnerware with scallop shape and dark rim, yellow tablecloth with green-and-pink dinnerware, and a dark tablecloth with round white bowls
Geschirr auf verschiedenen Tischen, darunter weiße Teller mit Wellenrand und Schalen auf dunkler Tischdecke.

Das sogenannte „gute Porzellan“ steht heute nicht mehr ungenutzt in der Vitrine. Hochwertiges Geschirr gehört mittlerweile ganz selbstverständlich auf den täglichen Esstisch.

Durch diese dauerhafte Nutzung rücken Kriterien wie Materialfestigkeit, Spülmaschineneignung und Stapelbarkeit stärker in den Fokus. Gleichzeitig belegen Erkenntnisse aus der Gastrophysik, dass Form, Farbe und Glasur die geschmackliche Wahrnehmung von Speisen messbar beeinflussen.


Gedeckter Tisch mit Tellern und Gläsern.

Branchenexperten wie das Keramik-Prüfteam von Lucideon und Einrichtungsberater analysieren diese Faktoren regelmäßig. Für langlebige Alltagslösungen bieten etablierte Möbelhäuser und Handelsketten solide Basisset-Kombinationen aus Steingut und Porzellan.


Auswahl verschiedener Keramikteller im Detail.

Besondere Marken für individuelle Akzente

Für gezielte gestalterische Highlights auf der Tafel setzen Stylisten wie Steve Cordony auf Traditionshersteller und spezialisierte Designmarken wie Ginori, Wedgwood oder Society Limonta.

Wer nach ausgefallenen Einzelstücken oder markanten Kollektionen sucht, greift vor allem auf drei Hersteller zurück.

Anthropologie


Geschirrkollektion von Anthropologie auf einem Holztisch.

Anthropologie kombiniert verspielte Muster mit modernen Strömungen. Neben farbenfrohen Kollektionen finden sich dort minimalistische Entwürfe wie das vom Japandi-Stil geprägte „Jasper“-Set aus portugiesischem Steinzeug.

Die Marke eignet sich insbesondere für Akzentteller und Einzelstücke. Neben eigenen Kollektionen führt das Sortiment auch Kollaborationen wie etwa mit Damson Madder.

Geschirr für jeden Tag: 3 Design-Marken und Manufakturen seit 1884 im Test


Molly Yeh Steinzeug-Dessertteller von Anthropologie.

Ein Beispiel dafür ist der handgefertigte Dessertteller aus der Kooperation mit Kochbuchautorin Molly Yeh, der chinesische, jüdische und US-amerikanische Motive vereint.

BITOSSI Home


Geschirrserie von BITOSSI Home mit verschiedenen Mustern.

Die italienische Lifestyle-Marke BITOSSI Home greift auf die Handwerkstradition von Bitossi Ceramiche zurück, die in der Toskana auf über 150 Jahre Geschichte blickt. Das Sortiment umfasst Porzellan, Steingut, Glaswaren und Besteck.

Charakteristisch sind Kooperationen mit Designern wie Sam Baron, Gentucca Bini und dem Studio La Tigre sowie Partnerschaften mit Marken wie Gucci und Barilla. Trotz handbemalter Details sind die meisten Porzellanserien spülmaschinengeeignet.


Handgefertigter Luna Obstteller aus Porzellan von Bitossi.

Der „Luna Fruit Plate“ wird in Handarbeit gefertigt, wodurch jedes Porzellanstück ein individuelles Einzelmuster erhält.

Bordallo Pinheiro


Kohlblatt-Keramikgeschirr von Bordallo Pinheiro.

Gegründet im Jahr 1884 vom portugiesischen Künstler Raphael Bordallo Pinheiro, ist die Manufaktur weltweit für ihr Kohlgeschirr („Cabbageware“) bekannt. Die Formen bilden Gemüse, Meerestiere oder Blumen detailliert nach.

Die Stücke bestehen aus lokalem portugiesischem weißem Steingut (Earthenware), das sich exakt modellieren lässt. Nach der Glasierung ist das Geschirr alltagstauglich und widerstandsfähig verarbeitet.