Geheime Tattoos: Warum Dolly Parton Narben mit Pastellfarben überdeckte
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Geheime Tattoos: Warum Dolly Parton Narben mit Pastellfarben überdeckte
Dolly Parton war weltweit für auffällige Strass-Outfits, voluminöse Perücken und glamouröse Auftritte bekannt. Doch abseits des Rampenlichts trug die Musikerin auch Tinte unter der Haut, die sie über Jahrzehnte hinweg gezielt einsetzte.
Die zehnfache Grammy-Gewinnerin sprach vor ihrem Tod am 25. August im Alter von 80 Jahren mehrfach offen über ihre Körperkunst. Für Parton waren die Motive keine lauten Statements, sondern ein ästhetischer Weg, um Narben von Operationen harmonisch zu kaschieren.
Feine Pastelltöne statt wuchtiger Motive
Über Jahre hinweg kursierten in der Musikbranche Gerüchte, Parton trage komplette Tattoo-Ärmel unter ihren meist langärmligen Kleidern. Im Jahr 2020 stellte die Künstlerin klar, dass ihre Tätowierungen weit dezenter ausfallen: „Ich habe einige Tattoos, das stimmt. Aber sie sind geschmackvoll. Ich bin kein typisches Tattoo-Girl.“
Dolly Parton bei einer Veranstaltung.
Die Sängerin erklärte, dass ihre sehr helle Haut zu Keloid-Narbenbildung neigte, die oft violett verheilte. Um diese Stellen zu verschönern, wählte sie Motive wie Schmetterlinge, Schleifen und Bänder in sanften Pastellfarben.
Aus einer schwierigen Phase mit einer Ernährungssonde entstand ebenfalls ein besonderes Design. „Ich mache gern das Beste aus Negativem“, verriet Parton. Über der entstandenen Vertiefung an ihrer Seite ließ sie einen gelb-braunen Bienenkorb mit einer kleinen Biene stechen.
Liebe und sichtbare Details im TV
Ihr Ehemann Carl Thomas Dean, mit dem Parton fast 60 Jahre verheiratet war und der im März 2025 mit 82 Jahren starb, war zwar die Inspiration für viele Motive, sein Name stand jedoch nicht auf ihrer Haut. „Er ist auf mein Herz tätowiert“, betonte die Musikerin stets mit Humor.
Dolly Parton während eines Interviews mit Jay Leno im April 1996.
Gegenüber Larry King und dem W Magazine bekräftigte Parton, dass sie niemals schwere, dunkle Tattoos wollte. Bei medizinischen Eingriffen ging es ihr primär darum, die Spuren der Heilung mit zarten Farbtupfern zu mildern.
Gelegentlich waren die Kunstwerke dennoch zu sehen. In der Talkshow von Jay Leno bestätigte sie 1996 einen kleinen Engel auf ihrem Oberarm, während Fans 2012 bei der Premiere des Films Joyful Noise eine leuchtend pinke Blume an ihrem Dekolleté entdeckten.
Dolly Parton bei der Premiere des Films Joyful Noise.



