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Antonia Michalsky

Drop Ponytail: Warum der unperfekte Pferdeschwanz den Sleek-Look ablöst

Drop Ponytail: Warum der unperfekte Pferdeschwanz den Sleek-Look ablöst Mode & Stil

Drop Ponytail: Warum der unperfekte Pferdeschwanz den Sleek-Look ablöst

Abkehr von strengen Linien: Die Rückkehr des lässigen Zopfs

Akkurat nach hinten gegelte Haare und makellose Glanzoptiken dominierten monatelang die Frisurenästhetik. Mit dem sogenannten Drop Ponytail etabliert sich nun ein Gegenentwurf, der auf gezielte Unvollkommenheit und sichtbare Fülle setzt.

Seinen Ursprung nahm das Styling auf Videoplattformen wie TikTok, wo Nutzer die Methode als zeitsparende Alternative zu aufwendigen Föhnfrisuren verbreiten. Das optische Volumen entsteht dabei ohne Toupieren oder Heißluftbürsten.

Der Name leitet sich von zwei präzisen Bewegungsabläufen ab: dem Vornüberbeugen des Kopfes beim ersten Binden und dem anschließenden Zurückfallen des Pferdeschwanzes in die aufrechte Position. Durch diesen doppelten Fall erhält das Haar eine lockere Textur, die strengen Stylings fehlt.

Struktur, Fülle und Haartypen

Der Drop Ponytail lässt sich universell adaptieren, setzt jedoch eine Mindestlänge voraus. Alle Haarpartien müssen sich am Hinterkopf zu einem geschlossenen Zopf zusammenfassen lassen.

Vor allem feine Haarstrukturen profitieren von der Technik, da der Ansatz durch das gezielte Lockern angehoben wird und mehr Dichte simuliert. Bei schwerem, dickem Haar sorgt die Methode hingegen für Leichtigkeit und nimmt dem Zopf seine visuelle Schwere.

Glatte sowie leicht gewellte Haare bieten die optimale Ausgangsbasis für den Undone-Look. Bei stark ausgeprägten Locken oder sehr krausem Haar stößt der Prozess an Grenzen, da sich die Locken beim Ausschütteln ungleichmäßig verhaken können.

Die fünf Schritte zum Drop Ponytail

Als Basisausstattung genügt ein einfaches Haargummi. Bei sehr weichem oder frisch gewaschenem Haar erhöht etwas Trockenshampoo oder Volumenspray am Ansatz die Griffigkeit.

Zunächst wird der Oberkörper vornüber gebeugt, als wolle man die Fußspitzen berühren. In dieser Haltung wird das gesamte Haar hoch und bewusst locker auf dem Oberkopf mit dem Band fixiert.

Noch in der Beuge greift man das untere Ende des Pferdeschwanzes und schüttelt das Haar mehrfach kräftig durch. Dieser Schritt lockert den Zug auf die Kopfhaut und sorgt für Bewegung am Haaransatz.

Nach dem Aufrichten werden einzelne Strähnen am Oberkopf mit den Fingerspitzen behutsam nach oben gezogen, um die gewünschte Silhouette zu formen. Dies verhindert den typischen, flach anliegenden Scheitelbereich.

Zur Stabilisierung wird der Zopf in zwei Stränge geteilt, die vorsichtig seitlich auseinandergezogen werden. Dadurch rückt das Haargummi näher an den Ansatz heran und erhält Halt, ohne die zuvor gelockerte Struktur wieder zu straffen.

Abschließend lassen sich Konturensträhnen an den Schläfen drapieren und bei Bedarf mit Haarnadeln oder einem leichten Sprühnebel Haarspray sichern.