Comeback der Palazzohose: Wie der Schnitt der 70er-Jahre jetzt kombiniert wird
Mode & Stil
Comeback der Palazzohose: Wie der Schnitt der 70er-Jahre jetzt kombiniert wird
Die Palazzohose verdankt ihren anhaltenden Einfluss einem präzisen Schnitt: Ein hoch angesetzter Bund trifft auf extrem weit geschnittene Beine, was die vertikale Linie optisch streckt. Was in den 1970er-Jahren von Stilikonen wie Jacqueline Kennedy, Bianca Jagger und Jamie Lee Curtis etabliert wurde, prägt erneut das Straßenbild.
Aktuelle Streetstyle-Beobachtungen und Auftritte von Schauspielerinnen wie Katie Holmes belegen den Wandel des Modells. Das Kleidungsstück funktioniert heute gleichermaßen im geschäftlichen Rahmen wie in ungezwungenen Alltagskontexten.
Streetstyle mit Palazzohose
Die Wirkung der Silhouette hängt maßgeblich vom Schuhwerk ab. Hohe Absätze, Clogs und flache Schnürer verändern die Proportionen der weit fallenden Stoffe grundlegend.
Katie Holmes in Palazzohose
Fünf Styling-Ansätze nach historischen Vorbildern
Die Entwürfe der Siebzigerjahre bieten eine klare Schablone für funktionale Herbstkombinationen. Fünf Varianten demonstrieren, wie Material und Schuhwahl ineinandergreifen.
1. Schwarze Wollhose mit Jazzschuhen
Ein schwarzes Modell bildet die formale Grundlage jeder Übergangsgarderobe. Die Profigolferin Sally Little kombinierte 1978 eine schwarze Bundfalten-Palazzohose mit flachen, weißen Jazzschuhen.
Sally Little im Jahr 1978
Dieser Kontrast bricht die formelle Strenge der Stoffhose auf. Flache Ledermodelle nach Art traditioneller Tanzschuhe, wie etwa von Repetto, erzeugen einen bewusst reduzierten Look.
2. Brauntöne mit eckiger Schuhspitze
Jacqueline Kennedy setzte 1973 auf eine monochrome Kombination aus braunem Wollstoff und passenden Lederstiefeletten. Ergänzt durch feinen Strick entsteht ein wärmender Lagenlook für kühlere Tage.
Charakteristisch für diese Silhouette ist die quadratische Zehenpartie der Stiefeletten. Die geometrische Kante verhindert, dass die Schuhe unter dem breiten Hosensaum optisch untergehen.
3. Denim-Palazzo und Wildleder-Clogs
In den späten Siebzigern fand der Schnitt Eingang in die Jeansmode. Jamie Lee Curtis zeigte 1978 eine Kombination aus dunkelblauem Denim und einem roten Wollpullover.
Jamie Lee Curtis im Jahr 1978
Zu schwerem Denim eignen sich rustikalere Schuhformen. Clogs oder flache Stiefeletten aus braunem Rauleder greifen die Textur des robusten Baumwollgewebes auf.
4. Weißer Allover-Look mit Plateau
Helle Textilien aus Leinen, Seide oder Baumwolle eignen sich für trockene Herbsttage. Bianca Jagger wählte 1974 einen komplett weißen Hosenanzug mit weit ausgestelltem Bein.
Bianca Jagger im Jahr 1974
Um ein Aufsitzen des hellen Saums auf feuchtem Asphalt zu verhindern, empfiehlt sich festes Plateau. Sandalen mit massiver Sohle oder Absatz-Loafer heben den Stoff auf Distanz zum Boden.
5. Intensive Signalfarben mit dunklen Akzenten
Monochrome Farbflächen verändern die Wirkung des Schnitts drastisch. Olivia Newton-John trug 1970 ein Ensemble aus knallroter Palazzohose und farbgleichem Oberteil.
Olivia Newton-John im Jahr 1970
Schwarze Stiefeletten mit Karree-Leisten fungieren hier als optisches Gegengewicht zur Farbintensität des Seiden- oder Wollstoffs.






