Bette Midler entwirft 10-teilige Garten-Kollektion für den guten Zweck
Mode & Stil
Bette Midler setzt auf funktionale und stilvolle Kleidung für die Gartenarbeit.
Alles begann mit einer Schürze, die Bette Midler einst geschenkt bekam. Die Entertainerin trug das robuste Stück bei der Gartenarbeit so lange, bis sie wissen wollte, wer hinter dem Entwurf steckte.
Die Spur führte sie nach Los Angeles zum Label Flora Animalia, gegründet von der Modedesignerin Rozae Nichols. Aus einem spontanen Besuch im Atelier an der passend benannten Gardner Street entwickelte sich eine Zusammenarbeit.
Zehn Entwürfe für Beete und Esstische
Gemeinsam haben Midler und Nichols eine zehnteilige Kapselkollektion entwickelt. Das Sortiment umfasst funktionale Arbeitskleidung für den Garten, lockere Tageskleider und passende Tischwäsche.
Im Zentrum stehen gekreuzte Latzschürzen mit floralen Stickereien, weite Hemden, fließende Hosen und mit Pflanzenmotiven gefärbte Kaftane. Die Kollektion folgt dem Gedanken, Natur und Alltag praktisch zu verbinden.
Bette Midler in der Arbeitskleidung aus der Kollaboration mit Flora Animalia.
Midlers Erlösanteil geht vollständig an das New York Restoration Project (NYRP). Die gemeinnützige Organisation gründete Midler 1995, um vernachlässigte Grünflächen und Parks in New York City zu säubern und zu bewahren.
Fokus auf lokale Werkstätten
Nichols fertigt die Stücke direkt in Los Angeles an. Während der Produktion sah sich das Vorhaben jedoch mit geschlossenen Handwerksbetrieben im Zuge lokaler Behördenrazzien konfrontiert.

Trotz der Hürden hielten die beiden Designerinnen an der regionalen Fertigung fest. Für Midler stand der handwerkliche Anspruch der Kollektion im Vordergrund.
Modell Jess Mills präsentiert ein Outfit der Kollektion.
Kristian Alfonso in einem Entwurf von Flora Animalia.
Teil der Kapselkollektion bestehend aus Hose und Bluse.
Eine jahrzehntelange Verbundenheit zur Natur
Midlers Engagement für Parks reicht Jahrzehnte zurück. Aufgewachsen auf Hawaii, prägte sie bereits in der Kindheit ein Nachbarsgarten.
Als sie in den 1990er-Jahren den verwahrlosten Zustand des Fort Tryon Parks in Upper Manhattan sah, organisierte sie eigenhändig Aufräumaktionen. Daraus entstand das NYRP, das seit über 31 Jahren Grünflächen in der Stadt sichert.
Für Midler erfüllt die Arbeit im Beet einen klaren Zweck abseits des Showgeschäfts. Sie fordert den Blick auf Dinge, die größer sind als man selbst.




