21 historische Klassiker: Louis Vuitton startet Dolomites Classic Run 2026
Mode & Stil
Die Louis Vuitton Dolomites Classic Run führt von der Villa Pisani über die Alpenpässe bis nach Monza.
Die Verbindung zwischen Luxusmode und Automobilkultur reicht über ein Jahrhundert zurück. Bereits 1897 veränderte Georges Vuitton, Sohn des Firmengründers Louis Vuitton, die Gepäckkultur für motorisierte Reisende grundlegend.
Er ersetzte die damals üblichen gewölbten Überseekoffer durch flache, patentierte Konstruktionen, die passgenau auf und in den ersten Automobilen befestigt werden konnten.
Historischer Louis Vuitton Sac Chauffeur aus dem Jahr 1914.
Spezial-Autokoffer für die Expedition Croisière Jaune von 1930.
Pioniergeist auf Rädern: Die Ursprünge der automobilen Gepäckkultur
1905 folgte mit dem «Sac Chauffeur» eine runde Gepäcklösung. Der Koffer nutzte den Hohlraum im Inneren des Ersatzreifens aus und bot gleichzeitig Platz für vier Damenhüte sowie eine Handtasche.
Diese Funktionalität überzeugte auch Industrie-Pioniere: 1924 stattete André Citroën die acht Halbkettenfahrzeuge seiner Afrika-Expedition «Croisière Noire» mit rund 150 maßgefertigten, wasserdichten Vuitton-Koffern aus, farblich exakt auf die jeweiligen Fahrzeuge abgestimmt.
Runder Koffer für Reserveräder: Der Louis Vuitton Sac Chauffeur.
Die Rückkehr der Classic Runs nach 14 Jahren Pause
Aus dieser Historie heraus entstanden die exklusiven Classic-Run-Rallyes des Hauses. Das Format debütierte 1993 mit dem «Vintage Equator Run» durch den Dschungel von Malaysia, gefolgt von der «Italia Classica» (1995 und 1997), der «Classic China Run» 1998 von Dalian nach Peking und der «Classic Boheme Run» 2006.
Nach der «Classic Serenissima Run» im Jahr 2012, bei der 43 historische Fahrzeuge über 1.400 Kilometer von Monaco nach Venedig fuhren, kehrt das Event nun als «Louis Vuitton Dolomites Classic Run 2026» zurück.
Teilnehmerfahrzeuge der Louis Vuitton Serenissima Run 2012 vor der Villa Pisani.
Am 2. September starten 21 handverlesene Oldtimer aus weltweiten Sammlungen zu einer zweitägigen Gleichmäßigkeitsrallye. Die Route führt von der historischen Villa Pisani an der Riviera del Brenta über Cortina d’Ampezzo und Ponte di Legno durch die Dolomiten.

Zum Starterfeld zählen unter anderem ein Alfa Romeo 6C 1750 GS Spyder Zagato-Aprile von 1931 und ein Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer aus dem Jahr 1954. Bei der Wertung zählen Präzision, Timing und Ästhetik statt Höchstgeschwindigkeit.
Offizielles Plakatmotiv der Louis Vuitton Dolomites Classic Run 2026.
Klassiker an der Villa Pisani im Rahmen der Rallye-Vorbereitungen.
«Die Auswahl erfolgte auf persönliche Einladung, abgestimmt auf Sammler und die außergewöhnlichen Geschichten ihrer Fahrzeuge», erklärt Pietro Beccari, Chairman und CEO von Louis Vuitton. Unter den Teams befinden sich auch reine Frauen-Crews.
Illustriertes Motiv zur Ankündigung der Dolomites Classic Run 2026.
Glaskunst aus Murano im maßgefertigten Koffer
Der Siegerpokal wurde im Vorfeld bei einem Galadinner im Dogenpalast in Venedig präsentiert. Das Werk stammt von der Künstlerin Sabine Marcelis, wurde von der venezianischen Glasmanufaktur Venini gefertigt und reist in einem eigens entworfenen «Louis Vuitton Trophy Trunk» mit dem Tross.
Die von Sabine Marcelis gestaltete Trophäe im maßgefertigten Koffer.
Impressionen der Louis Vuitton Italia Classica aus dem Jahr 1995.
Fahrzeuge der Louis Vuitton Italia Classica 1995 auf der Strecke.
Zieleinlauf beim Großen Preis von Italien
Die Schlussetappe endet am 4. September im Autodromo Nazionale di Monza. Am Eröffnungstag des dortigen Formel-1-Grand-Prix paradiert das Starterfeld über die traditionsreiche Rennstrecke.
Während des gesamten Rennwochenendes sind die 21 Fahrzeuge in der Villa Reale di Monza für Besucher kostenfrei ausgestellt. Den Abschluss der Veranstaltung bildet ein Galaabend im Castello Sforzesco in Mailand.










