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Antonia Michalsky

20 Millionen Dollar Spenden und Babydoll-Looks: Olivia Rodrigos Daisy Chain Festival trotzt 39 Grad

Festival-Besucherinnen auf dem Daisy Chain Festival Mode & Stil

Besucherinnen präsentieren handgemachte Fan-Accessoires beim Daisy Chain Festival.

Temperaturen von über 39 Grad Celsius hielten Tausende Musikfans nicht davon ab, das Gelände von Daisy Chain Fields zu füllen. Das von Popstar Olivia Rodrigo initiierte Event setzte von Beginn an auf weibliche Solidarität und ein klares feministisches Profil.

Die Einnahmen in Höhe von rund 10 Millionen Dollar wurden von Philanthropin Melissa French Gates verdoppelt. Damit fließen insgesamt 20 Millionen Dollar an zehn gemeinnützige Organisationen, die sich für Frauen und Mädchen engagieren.

Auf der Bühne stand ein rein weiblich geführtes Line-up. Neben Rodrigo selbst traten Chappell Roan, Doechii und die Punk-Band Bikini Kill auf. Ergänzt wurde das Programm durch Auftritte von Stevie Nicks, Alanis Morissette und Sarah McLachlan, der Gründerin des legendären Lilith-Fair-Festivals der 1990er-Jahre, die Rodrigo als zentrale Inspiration nannte.

Babydoll-Kleider und Riot-Grrrl-Ästhetik

Trotz der extremen Hitze setzten die Fans auf aufwendige Looks. Gänseblümchen-Kronen, Glitzersteine im Haar, Protest-Pins an Stofftaschen und schwere Lederstiefel prägten das Bild vor den Bühnen.

Das Babydoll-Kleid entwickelte sich dabei zum modischen Leitmotiv der Veranstaltung. Die 23-jährige Besucherin Amaya erstand ihr Kleid beispielsweise für einen einzigen Euro in einem spanischen Secondhand-Laden.

Gemeinsam mit ihrer Freundin Julia stimmte sie das Styling ab. „Wir wollten den Babydoll-Look mit Riot-Grrrl verbinden: feminin, aber mit klarer Haltung“, erklärte Julia auf dem Festivalgelände.

20 Millionen Dollar Spenden und Babydoll-Looks: Olivia Rodrigos Daisy Chain Festival trotzt 39 Grad

Auch die 18-jährige Francine aus Fresno bezog sich direkt auf den feministischen Punk der 1990er-Jahre. Sie wuchs mit Bands wie Bikini Kill und Jack Off Jill auf; bereits in ihrem Kinderzimmer hing ein Cover-Artwork der Riot-Grrrl-Pioniere.

Zwischen Western-Wurzeln und DIY-Popkultur

Andere Festivalbesucher spiegelten ihre regionale Herkunft in ihrer Kleidung wider. Logan und Grace, die aus Whitefish im US-Bundesstaat Montana stammen, kombinierten klassische Line-Dance-Boots und Denim mit Secondhand-Teilen.

Anhängerinnen von Chappell Roan fielen durch Schärpen und spitze Prinzessinnenhüte auf, angelehnt an die Ästhetik ihres Debütalbums The Rise and Fall of a Midwest Princess.

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Nicole, Rachel und Asha auf dem Daisy Chain Festival.

Die 21-jährige Nicole fertigte diese Accessoires kurz vor dem Festival für sich und ihre Begleiterinnen selbst an und versah sie mit Titeln ihrer Lieblingssongs von Roan und Rodrigo.

Andere Gäste priorisierten den Schutz vor den Wetterbedingungen. Die 26-jährige Ella kombinierte ein schützendes Paisley-Kopftuch mit leichten Stoffen, während die 18-jährige Holden aus Kansas City anreiste, um die Auftritte ihrer musikalischen Vorbilder live zu sehen.