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Antonia Michalsky

1935 erfunden, von Carrie Bradshaw verewigt: Das Comeback des Newspaper-Prints

Newspaper Print im Streetstyle Mode & Stil

Der ikonische Zeitungsmuster-Print meldet sich in Kollektionen und im Streetstyle zurück.

Die Rückkehr des Zeitungsmusters zwischen Kinoleinwand und Streetstyle

Gedruckte Zeitungen erleben in der Mode eine überraschende Renaissance. In der Fortsetzung von Der Teufel trägt Prada steht die Krise des Journalismus 20 Jahre nach dem Originalfilm im Mittelpunkt der Handlung.

Die Hauptdarsteller machten dieses Thema zur Bedingung für ihre Rückkehr. Stanley Tucci verweist auf den Kontrollverlust durch soziale Medien und künstliche Intelligenz, während Meryl Streep betont, wie entscheidend unabhängiger Journalismus bleibt.

Die Filmkostüme sollen zugunsten des Komitees zum Schutz von Journalisten versteigert werden. Darunter befindet sich ein Archiv-Top von John Galliano für Christian Dior – gestaltet im legendären Newspaper-Print.

Newspaper Print Street style
Newspaper Print im Streetstyle

Newspaper Print Street Style
Newspaper Print im Streetstyle

newspaper print
Vittoria Ceretti mit Zeitungsmuster

Gertrude Shilling nel 1971
Gertrude Shilling im Jahr 1971

Moderne Interpretationen von Chanel bis Dior

Matthieu Blazy zeigte für Chanel Cruise 2027 in Biarritz Kleider und Kostüme mit Zeitungsdruck. Die Kollektion greift ein Zitat von Coco Chanel auf: „Ich liebe es, Zeitungen zu lesen, genau wie Männer.“

Newspaper Print Chanel
Chanel Cruise 2027 Modenschau in Biarritz

Newspaper Print Chanel
Chanel Cruise 2027 Modenschau in Biarritz

Jonathan Anderson debütierte bei der Dior Cruise 2027 Show am 13. Mai im LACMA in Los Angeles mit einer Tasche im Zeitungsmuster. Zeitgleich präsentierte sich die Sängerin Rosalía in Mexiko-Stadt in einem archivierten Desigual-Kleid mit demselben Print-Thema.

Il teaser della sfilata Dior Cruise 2027 a Los Angeles dal profilo Instagram di Jonathan Anderson
Teaser von Jonathan Anderson für die Dior Cruise 2027 Show

Newspaper print Dior Cruise
Dior Cruise 2027 Modenschau in Los Angeles

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Rosalía im Kleid mit Zeitungsmuster von Desigual

Von Schiaparellis Debüt 1935 bis zur Pariser Avantgarde

Die Idee, Textilien wie Zeitungsseiten zu bedrucken, stammt von Elsa Schiaparelli aus dem Jahr 1935. Fischerfrauen in Kopenhagen, die sich mit Zeitungspapier gegen die Witterung schützten, dienten der Designerin als Inspiration.

Schiaparelli ließ den Stoff von Colcombet weben und präsentierte ihn in ihrer Kollektion Stop, Look, and Listen. Das Muster bestand aus einer Collage internationaler Presseausschnitte und Kritiken zu ihren eigenen Entwürfen.

1935 erfunden, von Carrie Bradshaw verewigt: Das Comeback des Newspaper-Prints

Bis zum 8. November ist diese Pionierarbeit in der Ausstellung Schiaparelli: Fashion Becomes Art im Victoria and Albert Museum in London zu sehen.

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Zuschauerinnen in Wimbledon 1954 im Zeitungsmuster

In den 1960er- und 1970er-Jahren fand der Druck weltweite Verbreitung, getragen unter anderem von Model Twiggy. 1993 griff auch Franco Moschino das Motiv für seine Frühjahrskollektion wieder auf.

Der Galliano-Moment und der Kult um Carrie Bradshaw

Die Herbstkollektion 2000 von Christian Dior brachte den Druck unter dem Namen „Gazette“ endgültig in den globalen Fokus. John Galliano etablierte das Motiv als festen Bestandteil seiner Ästhetik bis zu seinem Abschied im Jahr 2011.

Den popkulturellen Durchbruch verdankt das Design Sarah Jessica Parker in Sex and the City. Als Kolumnistin Carrie Bradshaw trug sie das Dior-Kleid in mehreren Episoden, kombiniert mit Magazin-förmigen Handtaschen.

Gedrucktes Papier als modernes Laufsteg-Objekt

Emilia Wickstead verteilte bei ihrer Herbstschau 2025 die eigens gedruckte Wickstead Times an das Publikum. Auch Stella McCartney zeigte mit The Stella Times eine eigene Publikation auf dem Laufsteg.

Labels wie Bottega Veneta, Versace, Balenciaga, Helmut Lang, Jean-Charles de Castelbajac und Auralee führen den Zeitungsprint regelmäßig in ihren Herren- und Damenkollektionen weiter.